Wirbelsäulenbehandlung nach Dorn & Breuß

Vor allem ist es notwendig, sich über den Zustand der Wirbelsäule zu informieren, denn viele Krankheiten gehen von ihr aus.
(Hippokrates)

 

Allgemeines

 

Die Dorn-Methode und die Breuß-Massage sind zwei herausragende Behandlungsmethoden für Probleme und Erkrankungen im Bereich der Wirbelsäule und der Gelenke sowie aller Bereiche des Körpers, die direkt oder indirekt damit in Verbindung stehen.

 

Beide Methoden gehören zu den manuellen Therapieformen. Die Therapeutin verwendet lediglich die Hände (insbesondere die Daumen), technische Hilfsgeräte oder Medikamente werden nicht eingesetzt.

 

Die beiden ursprünglich voneinander unabhängigen Methoden wurden erstmals durch Harald Fleig, einem der Dorn-Therapeuten der ersten Stunde, kombiniert, der 1988 den damals 89jährigen Rudolf Breuß traf und von ihm dessen „Bandscheibenmassage“ lernte. In der Kombination der beiden Methoden liegt eine ganz besondere Wirksamkeit, Die Breußmassage bereitet die Wirbelsäule ideal für die Dorn-Behandlung vor, löst bereits einzelne Blockaden und ermöglicht es, dass die Bandscheiben sich rasch regenerieren.

 

Ziel der Therapie ist die Aufrichtung der Wirbelsäule und Wiederherstellung der Idealposition aller Wirbel und Gelenke. Dadurch wird auch die Funktionalität anderer Körper-Bereiche sowie die psychische Befindlichkeit positiv beeinflusst.

 

So kann die Dorn- und Breuß-Methode neben Rückenschmerzen zum Beispiel bei folgenden Beschwerden angewendet werden:

 

  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Schwindel
  • Tinnitus
  • Seh-/Hörstörungen
  • Durchblutungsstörungen
  • Taubheitsgefühlen an Händen oder Füßen
  • Ischialgie
  • Bandscheibenproblemen
  • Hexenschuss
  • Gelenkbeschwerden
  • Beklemmungsgefühlen
  • Verdauungsleiden
    und vielem mehr

 


Anatomie der Wirbelsäule

 

Die Wirbelsäule (das Rückgrat) ist die wichtigste Stützkonstruktion des menschlichen Körpers. Die übereinander angeordneten Wirbel sind durch kleine Wirbelgelenke und Bänder miteinander verbunden.

 

Zwischen den einzelnen Wirbeln befindet sich jeweils eine Bandscheibe, eine Art Gewebepolster, das eine elastische und bewegliche Verbindung zwischen den Knochen darstellt. Entlang der gesamten Wirbelsäule treten aus den Öffnungen zwischen den Wirbelkörpern Nerven aus, die die alle Organe und Gewebe versorgen.

 

Werden nun ein oder mehrere Wirbel durch innere oder äußere Faktoren, wie z.B. Stress, Zug/Druck, einseitige Belastung oder Fehlhaltung aus ihrer Ideallage herausgebracht, so wird im entsprechenden Bereich der Nerv irritiert. Dies zeigt sich in Form von Schmerzen und Bewegungseinschränkungen an den betroffenen Stellen, aber auch andere Störungen, wie Migräne, Verdauungsleiden, Taubheitsgefühle, Durchblutungsstörungen, die man auf den ersten Blick nicht unbedingt mit der Wirbelsäule in Verbindung bringt.

 

Die Breuß-Massage

 

Die von dem österreichischen Heilpraktiker Rudolf Breuß entwickelte Wirbelsäulen-Massage ist eine feinfühlige, stark energetische Rückenmassage, die imstande ist, körperliche, energetische und seelische Blockaden zu lösen und die Regeneration von unterversorgten Bandscheiben einzuleiten. Diesem wichtigen Effekt der Breuß-Massage (die Regenerierung der Bandscheiben) liegt die Überzeugung zugrunde, dass auch eine degenerierte Bandscheibe wiederhergestellt werden kann. Rudolf Breuss vergleicht die Bandscheibe mit einem Schwamm: Beschwert man einen Schwamm längere Zeit mit einem Gewicht und lässt ihn austrocknen, so wird er dünn wie eine Scheibe. Nimmt man das Gewicht weg und legt ihn in einen Topf mit Wasser, so saugt er sich voll und dehnt sich wieder aus.

 

Unter Einbeziehung der entlang der Wirbelsäule verlaufenden Meridiane werden mit relativ wenig Druck bestimmte streckende und regulierende Griffe ausgeführt. Zur Behandlung wird Johanniskrautöl benutzt, das eine entzündungshemmende und muskelentspannende Wirkung besitzt und die Regenerierung der Bandscheiben unterstützt.

 

Diese besonders sanfte und wohltuende Behandlung von Wirbelsäule und Bandscheiben hat sich als eigenständige Therapieform bewährt, sie eignet sich jedoch auch hervorragend zur Vorbereitung für eine Behandlung nach Dorn. Die Muskulatur entspannt sich und wird weich, eventuell vorhandene Schmerzen lassen nach, der Patient wird bereit für die nachfolgende Therapie.

 

Die Dorn-Methode

 

ist nach ihrem Begründer Dieter Dorn benannt, der diese einzigartige sanfte Methode des „Wirbeleinrichtens“ geschaffen hat.

 

Sanft bedeutet dabei nicht immer schmerzlos: Um einen verschobenen Wirbel zu korrigieren, muss auf den Dornfortsatz gedrückt werden, der im blockierten Zustand oft schmerzempfindlich ist. Nach erfolgreicher Korrektur ist der Schmerz weg, ein Zeichen dafür, dass die Blockade behoben ist.

 

Ein Kernstück der Dorn-Methode ist die stabile Statik, was konkret eine waagrechte Beckenlage bedeutet. Besteht ein Beckenschiefstand, so wird die Statik der Wirbelsäule negativ beeinflusst: Es entsteht ein Ungleichgewicht mit einseitigen Bewegungsabläufen. Häufig kommt es zu Verspannungen und Überdehnungen des Muskel- und Bewegungsapparates und weiter zu leichten Verschiebungen und Blockaden der einzelnen Wirbelkörper.

 

Zu Beginn jeder Behandlung wird geprüft, ob eine unterschiedliche Beinlänge besteht. Da in der Regel die Ursache dieser Differenz nicht in unterschiedlich langen Knochen liegt, sondern in einer Vergrößerung des Gelenkspalts von Hüft-, Knie- oder Sprunggelenk, kann sie gegebenenfalls mit Hilfe gezielter Griffe und Übungen korrigiert werden.

 

Damit diese Korrektur anhält, bekommt der Patient die Aufgabe, regelmäßig einfache Selbsthilfeübungen zu Hause durchzuführen, so lange, bis sich Sehnen und Bänder des betroffenen Gelenks in der neuen korrekten Position stabilisiert haben.

 

Dies ist ein wichtiger Beitrag für den dauerhaften Erfolg der Behandlung!

 

Eine weitere mögliche Ursache für eine scheinbare Beinlängendifferenz ist eine Fehlstellung der Beckenknochen oder eine Blockade des Kreuzbein-Darmbein-Gelenks (ISG).

 

Die Kontrolle und gegebenenfalls Korrektur dieser beiden Bereiche werden durch gezielte Grifftechniken des Therapeuten durchgeführt.

 

Anschließend werden die einzelnen Wirbel von unten nach oben ausgehend vom 5. Lendenwirbel aufwärts bis zum Atlas zunächst auf Fehlstellungen überprüft und bei Bedarf mit gezielt eingesetztem Daumendruck auf die Dornfortsätze korrigiert. Während dieser Behandlung bewegt der Patient die Muskulatur des entsprechenden Bereichs, indem er zum Beispiel die Arme schwingt oder mit einem Bein vor und zurück pendelt. Dadurch erreicht die sensible und geübte Hand des Therapeuten die Aufhebung der Blockaden, ohne dass Bänder und Sehnen dabei überlastet oder überdehnt werden, wie es bei der Chiropraktik geschehen kann.

 

 

Behandlungspreise

 

Erstbehandlung, Dauer ca. 85  Minuten: 80,- Euro

 

Weitere Behandlungen, Dauer ca. 55 Minuten: 60 Euro